Industrie-Lexikon

Schraubstock

Ein Schraubstock ist eine Vorrichtung zum Feststellen von Werkstücken während ihrer Bearbeitung.

Aufbau und Wirkungsweise
Ein Schraubstock besteht aus Backen, zwischen denen das Werkstück eingespannt wird. Während die eine Backe fest montiert ist, kann die andere mit einer Kurbel oder einem bloßen Stab in Verbindung mit einer Gewindespindel bewegt werden. Je nach Art der Führung unterscheidet man Flaschenschraubstöcke und Parallelschraubstöcke.

Bei Flaschenschraubstöcken oder Schmiedeschraubstöcken sind die beweglichen Backen um einen unterhalb liegenden Bolzen drehbar gelagert. Nur bei völlig geschlossenen Backen stehen diese parallel. Bei Öffnung entfernt sich die bewegliche Backe von der festen, indem sie sich um einen Drehpunkt bewegt und somit einen Winkel zur festen Backe bildet. Diese Bauform ist konstruktiv darauf ausgelegt, auf Glut erhitzte Werkstücke zu schmieden. Sie gestattet ein besonders schnelles Einspannen zur Minimierung des Wärmeverlusts und leitet den Impuls der Hammerschläge über das Bein direkt in den Boden weiter.

Bei Parallelschraubstöcken sind feste und bewegliche Backe sowohl durch die Spindel als auch durch eine Führ- und Gleitschiene miteinander verbunden, so dass unabhängig von der Öffnung der Winkel der Stellung zueinander sich nicht verändert. Meist läuft die Spindel innerhalb der Führung.

An den Backen können austauschbare Spannbacken angebracht werden, damit bei einer Beschädigung der Backen nicht der ganze Schraubstock ausgetauscht werden muss, sondern nur die Wechselbacken. Es sind auch magnetische Schutzbacken aus Aluminium und Kunststoff erhältlich, die in Form und Härte an das Werkstück angepasst sein können.

Einfache Parallelschraubstöcke werden oft mit einer Klemmschraube an einer Werkbank befestigt (Klemmschraubstöcke) und nehmen Werkstücke auf, die von Hand bearbeitet werden. An Werkbänken fest installierte Schraubstöcke sind im Idealfall höhenverstellbar, um eine optimale Arbeitsplatzergonomie zu gewährleisten. Neben der Höhenverstellung sind im Fachhandel auch Drehteller, Klapp-Vorrichtungen und Klapp-Lift-Vorrichtungen erhältlich.

Durch Drehen der Spindel mit Hilfe einer Kurbel wird der Schraubstock geöffnet bzw. geschlossen. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Schraubstock nach vorne öffnet, damit lange Werkstücke senkrecht an der Werkbank vorbei eingespannt werden können.

Die Spindel des Schraubstockes besitzt ein Bewegungsgewinde (Trapezgewinde). Dadurch kann zum einen der Abstand zwischen den Backen an die Größe des Werkstückes angepasst werden und zum anderen eine Spannkraft auf das Werkstück ausgeübt werden. Der Grundkörper eines einfachen Schraubstockes besteht häufig aus Gusseisen. Hochwertige Schraubstöcke werden heute jedoch wegen der besseren Materialeigenschaften aus Stahl geschmiedet, dabei ist oft der hintere Teil des Schraubstocks, oberhalb der Spindel, auch als kleiner Amboss gedacht (was bei Gusseisen wegen der Sprödigkeit des Materials nicht möglich ist). Die Länge der Handkurbel ist meist so ausgelegt, dass das über den Hebel erzielte Drehmoment auf die Spindel nicht zu hoch wird. Es ist dadurch nicht möglich, den Schraubstock nur durch normale Körperkraft zu zerstören.

Maschinenschraubstock
Zum Festspannen von Werkstücken in Werkzeugmaschinen wie Bohr- oder Fräsmaschinen werden Maschinenschraubstöcke eingesetzt, die meist noch präziser gearbeitet sind und höhere Kräfte aufnehmen können. Maschinenschraubstöcke gibt es auch in hydraulischen oder pneumatischen Ausführungen. Oft lassen sich Kurbel oder Knebel, welche zum Spannen benötigt werden, entfernen. Dies dient hauptsächlich dazu, eine Kollision mit der Aufspannplatte oder dem Werkzeug zu vermeiden.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

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